historie

 

vor 70 jahren schrieb paul klee:

 

 

 

 

"ich begrüße es, daß an unserem bauhaus so verschieden gerichtete kräfte zusammen wirken. ich bejahe auch den kampf dieser kräfte gegeneinander, wenn die auswirkung in der leistung sich äußert."

 

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die idee für einen bauhausklub entstand schon kurz nach der bauhausrekonstruktion 1976 - gedacht als treffpunkt für teilnehmer an werkstattwochen und weiterbildungsseminaren, wie sie überwiegend von 1976 bis 1986 am bauhaus dessau stattfanden. mit der neugründung des bauhauses als zentrum für gestaltung 1986 sollte die idee für die nun am bauhaus wirkenden mitarbeiter, studenten und seminarteilnehmer sowie für freunde des bauhauses wirklichkeit werden.

 

der 1987 nach dessau berufene direktor, dessen wiege in einem fränkischen dorfgasthof stand, verlegte den geplanten standort kurzerhand aus dem abgelegenen berufsschultrakt in den keller des werkstattflügels, an den schnittpunkt von fest- und ausstellungsebene, werkstatträumen und straße. damit begann der kampf der verschieden gerichteten kräfte. ursprünglich war der geräumige kellerraum für die schätze der bauhaussammlung vorgesehen.

 

die erste bauplanung 1987 - eine gemeinsame diplomarbeit zweier studenten aus halle und weimar - beispielfall für die beabsichtigte zusammenführung von studenten verschiedener hochschulen und disziplinen am bauhaus dessau.

 

die entwurfsidee - ein kiosk als zentrum, darauf zustoßend sitzbänke wie kais mit roten leuchtfeuern - ein hafen für den abend ... darüber klagten die "pfleger der sachlichkeit" - stilbruch im tempel der moderne.

 

der zuständige minister versagte die versprochenen gelder: "nicht saufen, sondern arbeiten sollen sie am bauhaus." trotzdem: baubeginn 1988.

 

der bau geriet ins stocken.

 

gepflogenheiten der ddr-bau- und investitionspraxis waren für diese unternehmung selten geeignet und wurden jederzeit verletzt. jene, die mit ihnen umzugehen wußten, wollten nicht.

während die, die den klub wollten, sie nicht kannten.

 

gummibelag oder granitfußboden war eines der hauptprobleme, die stundenlange leitungssitzungen ohne ergebnis in anspruch nahmen. zu oft ging es um sachzwänge statt um die sache - ein lehrstück für planer und gestalter.

 

inzwischen, seit dem sommer 1990, wird im bauhausklub geredet, gegessen und getrunken.

 

die verwaltung beargwöhnt die langen aufenthalte der architekten als arbeitszeitmißbrauch, und die leitung fürchtet um den ruf des hauses, wenn linke grüne oder grüne linke im bauhausklub zum volke reden. großstadtverwöhnte studenten loben den klub als einzig senkrechten ort im provinziellen dessau und jene, die den klub erkämpften, klagen schon mal wegen der fehlenden plätze ...

 

aber eigentlich geht es um die leistung des bauhauses heute, die von hier aus durch vielfalt und gegensatz zwar befruchtet und befördert, aber wohl kaum vollbracht werden kann.

 

 

martin stein

november 1990

 

 

 

 

 

 

seit dem 01.01.1991 ist der klub des bauhauses eine privat-wirtschaftliche firma.                                                                

es gab bisher 3 sanierungen; 1993 und 1996 wurden teile der möbelierung und technische neuerungen eingeführt.                    

die umfangreichste umgestaltung fand in der zeit  01.10.2004 bis 10.07.2005 statt. unter der leitung von prof. akbar wurde die heutige lösung entwickelt und umgesetzt.


 

 


der eierkoch

was im bauhausfrühstück usus ist, kann man bei uns erwerben: der eierkoch, entworfen von wilhelm wagenfeld, ist bei uns erwerbbar. ob für den eigenen gebrauch oder als geschenk ist er eine bereicherung der küche. egal ob pures ei oder soufflé, auflauf oder gebäck.

leider gibt es im moment lieferengpässe.

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